Sie befinden sich hier:  /  SVA /  Eishockey /  Geschichte /  1960 bis 1969

Die erfolgreichen sechziger Jahre



(Erwin Filser/Jörg Schmid) Die Fertigstellung des Stadions entfachte auf der sportlichen Seite einen enormen Schub. Bürgermeister Karl Geiger übernahm 1962 das Amt des Vorstandes, nachdem sich niemand fand, der Verantwortung tragen wollte. Peter Menhard fungierte von 1958 bis 1963 wieder als Abteilungsleiter Eishockey. 

Die Kämpfer des Jahres 1963
stehend: Peter Menhart, Erwin Filser, Alois Ehle, Matthias Floritz,
Max Frech, Klaus Ehle, Fritz Ehle.
kniend: Werner Menhart, Alois Gruber, Rudolph Knoth,
Oswald Christl, Helmuth Geisenberger.

Die Saison 1962/1963 war die erfolgreichste im bisherigen Vereinsgeschehen. Abteilungsleiter Peter Menhard hatte den Oberligaspieler Max Frech aus Weilheim (er spielte für den EV Landsberg) als Spielertrainer gewinnen können. Mit ihm gelang in  der  Saison  1962/63 die  Meisterschaft  in der Kreisklasse 4. Die Mannschaft spielte ein tolles Eishockey , schoss 100 Punktspieltore und holte mit 20:0 Punkten einen souveränen Sieg.

Mehrere hundert Zuschauer verfolgten die Heimspiele und waren von der Mannschaft begeistert.

In der Aufstiegsrunde zur Landesliga wurde der VfB Bayreuth mit 13:2 und zu Hause mit 25:0 regelrecht abgeschossen. Begünstigt wurden die Erfolge der Mannschaft durch einen tollen Winter. Von Mitte November bis Ende Februar stand durchgehend das eigene Eis zur Verfügung. Nach der Punktrunde trat der SVA zu einer Reihe hochkarätiger Freundschaftsspiele an. Insgesamt wurden 26 Spiele gewonnen und 250 Tore erzielt. In dieser Saison schaffte der junge Nachwuchssturm mit Alois Guber, Fritz Ehle und Erwin Filser den Durchbruch. Mit hervorragenden Leistungen und vielen   entscheidenden Toren waren sie das Prunkstück einesausgeglichenen Teams. Fritz Ehle, von seinen Nebenleuten immer in gute Schusspostion gebracht, war ein gefürchteter Torjäger.
Das erste Aufstiegsspiel zur Landesliga fand in Bayreuth an einem Freitagabend statt. Nach dem Kantersieg von 13:2 fuhr ein Teil der Mannschaft bereits noch in der Nacht zurück. Der Rest kam erst spät am Samstagabend heim. Die Bayreuther Mannschaft war bereits am Nachmittag in Apfeldorf eingetroffen Das gab Ärger für die „Spätheimkehrer“. Trotzdem wurde am nächsten Tag das Spiel mit 25:0 gewonnen.Im Frühjahr 1963 wurde Paul Link zum Vorstand gewählt.  Ihm folgte 1964 Peter Schmid für drei Jahre bis 1967.
Sportlich konnte man 1963/64 nicht an die Erfolge der Vorsaison anknüpfen. In der Landesliga wehte ein anderer Wind. Mit Lechbruck, Bayersoien, Augsburg und anderen war nicht leicht umzuspringen. Am Ende war man froh, nicht abgestiegen zu sein. In den nächsten Jahren wurde die Mannschaft verjüngt und spielte in der Landesliga immer eine gute Rolle. Der SVA gewann den damals erstmalig ausgespielten Industriepokal.

Peter Menhart, ein unermüdlicher Eishockeyfunktionär, der für den SVA viel geleistet hatte, trat 1963 ab und übergab die Sparte an Peter Loskot. Dieser war nur zwei Jahre an der Spitze der Abteilung. Von 1964 bis 1967 war Robert Müller, der Abteilungsleiter.
In diesen Jahren kam es auch zu packenden Duellen mit dem Augsburger EV. Viermal hat der SVA dem AEV den Aufstieg vermasselt. 3000 Zuschauer sahen den ersten Sieg der übermächtigen Augsburger.
Die Apfeldorfer Mannschaft machte in der Landesliga weiter auf sich aufmerksam und schaffte 1966/67 und 1967/68 die Meisterschaft. In der Aufstiegsrunde warteten solche Kaliber wie Selb, Regensburg, Berchtesgaden und Reichersbeuren. In den Heimspielen, selbst auf dem Kunsteis in Landsberg, war der SVA kaum zu bezwingen. Auswärts musste man nicht nur gegen den Gegner, die Zuschauer sondern des öfteren auch gegen die Schiedsrichter antreten. So auch in Regensburg. Man wollte es einfach nicht wahrhaben dass diese „Bauernbuben“ aus einem 900 Seelendorf in dieser Liga spielen.1967 übernahm Robert Müller das Amt des 1. Vorstandes von Peter Schmid und führte den Verein bis 1970. Peter Loskot übernahm erneut die Eishockeyabteilung von 1967 bis 1970.

Die erste Gage.
Auch während dieser erfolgreichen Zeit gab es für die Spieler weder ein Stockgeld noch eine Brotzeit. Beim Gastaus Schwaller bekamen selbst die Aktiven nach dem Spiel kaum einen Platz. Vom Verein
wurden Trikot und Strümpfe gestellt. Die übrige Ausrüstung musste vom Spieler selbst gekauft werden.
Die erste Gage bekam die Mannschaft in Forst. Sie trat zu einem Freundschaftsspiel für eine Maß Bier und eine Leberkäsbrotzeit an.
Im Gasthaus "Bayerischen Hiasl" war's lustig.

 

 

Button
Hauptverein
Button
AbteilungsleitungErgebnisse 09/10Tabelle 09/10SchiedsrichterMannschaftGeschichteBis 19591960 bis 19691970 bis 19791980 bis 19891990 bis 1999Ab 2000Abteilungsleiter