Die schwierigen achtziger Jahre.
(Erwin Filser/Jörg Schmid) Die Punktspiele in der Saison 80/81 begannen wenig erfolgversprechend. Doch eine erhebliche Leistungssteigerung bescherte dem SVA die Endrundenteilnahme in Füssen. Durch einen Erfolg gegen Thanning und einen abschließenden Kantersieg von 12:0 gegen den MTV Dießen war die Überraschung komplett:
Der SV Apfeldorf war erstmals Bayerischer Meister der Natureisvereine. Dieser Sieg wurde in der Presse besonders vom ESV Bayersoien in Zweifel gestellt. Die Bayersoier waren um lediglich ein Tor am Titel vorbeigeschrammt. Dieser Erfolg wurde noch durch die Junioren abgerundet, die überraschend Pokalsieger der Natureisvereine wurden.
Die Titelverteidigung glückte ein Jahr später leider nicht ganz aber die Vizemeisterschaft war auch ein großer Erfolg.
Am 07.04.81 ehrte der BEV unsere erfolgreichen Eishockeyspieler, die von Fritz Ehle trainiert wurden. Die Titelverteidigung glückte ein Jahr später leider nicht ganz aber die Vizemeisterschaft war auch ein Erfolg. Der Hauptverein erfuhr im April 1981 eine Satzungsänderung. Der Verein wurde in das Vereinsregister eingetragen und hatte damit den Status „e.V“. Damit hatte der Verein die Gemeinnützigkeit erhalten.
Große Erfolge konnte Klaus Ehle mit seiner Knaben-Mannschaft feiern. Durch seine guten Beziehungen zu den Kunsteisvereinen konnten eine große Anzahl von Spiele bestritten werden. Schließlich spielte diese Nachwuchsmannschaft in der 2. Bundesliga.Die Eishockeyabteilung beging im Jahr 1983 ihr 30jähriges Bestehen. Im Rahmen eines Jubiläumsabends wurden alte Erinnerungen wach; Anekdoten aus der Anfangszeit rundeten den Abend im Gasthaus Kölbl ab. Als im Juni 83 das Eisstadion beschädigt wurde, brachen schwere Zeiten für die Abteilung an. Eine Rumpfmannschaft spielte unter provisorischen Bedingungen in der Natureis-Bayernliga, die sich erstmals auf eine Gruppe reduziert hatte. Die Entscheidungsspiele in Füssen wurden damit hinfällig.
Schon im Frühjahr 1984 begann der Neubau von zwei Umkleidekabinen, WC und SR-Kabine in Elementbauweise. Unter der Leitung von Nikolaus Ehle, Martin Baumgartner und Delfo Viviani sen. leisteten 70 Helfer 2500 Eigenleistungsstunden. Eine Pachtverlängerung mit der Familie Kümmerle-Abenthum konnte erreicht werden.
Eine 1. Mannschaft, eine Junioren- und eine Kleinschülermannschaft standen auf dem Eis, als am 30.12.84 die neu erstellte Anlage eingeweiht wurde. Die Eishockeysparte hatte wieder eine funktionsfähige Anlage, für alle Kinder unserer Gemeinde von besonderem Wert, da sie hier gefahrlos Eissport betreiben könnten. Nachdem der Vorsitzende des Hauptvereins, Erwin Filser, zum Landrat des Landkreises Landsberg gewählt wurde, gab er sein Amt nach 14 Jahren ab. Zum Nachfolger wurde Johann Schmid gewählt.
Eine verjüngte Eishockeymannschaft bestritt im neurenovierten Eisstadion die Saison 84/85 und wurde Dritter.
85/86 konnte der 6. Rang erzielt werden. Fritz Ehle hatte zusätzlich zum Traineramt auch die Abteilungsleitung von Peter Loskot übernommen, der in insgesamt 14 Jahren, mit Unterbrechungen, alle Höhen und Tiefen an verantwortlicher Stelle miterlebt hatte. Dem Eishockey blieb Peter Loskot aber auch weiter verbunden; er wurde vom Verband zum Eishockeyregionalleiter berufen.
1986 wurde die Bande erneuert und ein Kiosk erstellt. Da die Fußballabteilung in den folgenden Jahren sehr erfolgreich war, stand Eishockey in dieser Zeit hinten an. Nur mit Mühe und Aushilfe der älteren Spieler konnte der Spielbetrieb von 1986 bis 1992 bestritten werden. Es bahnten sich weitere Veränderungen an. Erstmals wurde in der Kreisliga Kunsteis gespielt, die Heimspiele fanden soweit als möglich weiterhin in Apfeldorf auf Natureis statt. '
1987 ging endgültig die Ära der Natureisligen zu Ende, eine Zeit voller Romantik und viel Arbeit. 1988 übernahm der junge Matthias Baab für drei Jahre die Vereinsführung der Eishockeyabteilung. In diesen Jahren versuchten die jungen Spieler ihr Glück, leider mit wenig Erfolg.
